Vortrag auf der 6. Mitteleuropäischen Biomassekonferenz in Graz

Die Mitteleuropäische Biomassekonferenz vernetzt Anwender, Unternehmen, Forscher, Entwickler, politische Entscheidungsträger sowie Rohstoffproduzenten und Händler. B+K Geschäftsführer S. Kießling sprach über die energetischen Potenziale, die eine Verstromung bisher ungenutzter Reststoffen bietet.

Eine dezentrale Wandlung von holzartigen Festbrennstoffen in Wärme oder Kälte und parallel in Strom wird bisher kaum umgesetzt, obwohl sie erhebliche Potenziale für gewerbliche und industrielle Anwender, für den Erfolg der Energiewende und für die Umwelt mit sich bringt.

Während seines Vortrags erläuterte Herr Kießling den innovativen Technologieansatz eines extern befeuerten Mikrogasturbinen-Systems  und die technische Funktionsweise einer dezentralen KWK-Anlage zur Verwertung heterogener Festbrennstoffe im Leistungsbereich <1 MWel. “Erste Betriebserfahrungen bestätigen die Potenziale dieses dezentralen Systems in Hinblick auf Energieeffizienz, Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit, Grundlastbereitstellung und Klimafreundlichkeit”, so Kießling.

Im Detail wurden die Einbindung der extern befeuerten Gasturbine in bestehende Industrieprozesse sowie die Konkretisierung der verwertbaren Brennstoffe (Waldpflegematerialien und holzartige Produktionsreststoffe)  aufgezeigt. Die hohen Verbrennungstemperaturen und -verweilzeiten führen zu niedrigsten Emissionen.

Fazit: Dezentrale KWK-Systeme, die holzige produktionsbegleitende Reststoffe als Brennstoffe für die Strom- und Wärmegenerierung nutzen, bieten ein hohes ökologische Potenzial und einen hoher wirtschaftlicher Nutzen.